Falsche Adhoc-Meldungen?

Nun ist wieder die Zeit gekommen, in der Juve die Umsatzzahlen von Kanzleien für das Jahr 2011 bekannt gibt. Aber was sagen sie eigentlich aus?

Die Abschlüsse der Kanzleien, deren Geschäftsjahr meist im Dezember, teilweise aber auch erst Ende Februar 2012 endet, liegen nun vor.

Doch wenn es publizitätspflichtige Aktiengesellschaften wären, würden wir jetzt eine Reihe von fehlerhaften Adhoc Meldungen erleben: denn die Zahlen, die da verkündet werden, sind manchesmal falsch. Kanzleien haben sich angewöhnt, falsche Zahlen zu melden, um im Wettbewerb besser dazustehen. Davon Abstand zu nehmen ist schwierig, weil der Gesichtsverlust, der mit der entsprechenden Juve-Meldung einhergehen könnte, vermieden werden soll. Aber es gibt noch mehr Probleme: So gibt es Quereinsteiger, die mit bestimmten Umsatz/Gewinnrelationen rechnen, und sich bitter enttäuscht sehen, sobald sie die wirklichen Zahlen, die nicht selten 15-25 % darunter liegen, kennen lernen. So wird aus dem erhofften Wettbewerbsvorteil schnell ein Nachteil, der sich in der Branche herumspricht. Gutes Kanzleimanagement ist eben nicht umsonst, und meist auch nicht vergeblich.

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