Der MyAnwalt

Wenn die digitale Revolution die Anwälte erfasst, wird es sicher auch jemanden geben, der das Mytaxi-Prinzip für Anwälte nutzt. Das funktioniert dann wie folgt: Der Stundensatz ist fixiert auf 120 € pro Stunde, so dass es sich für den Anwalt lohnt, aber auch für UberRA. Anwälte geben zwischen 3 % und 15% Servicegebühr an die Firma MyRA ab; je nach Auslastung sind sie bereit, mehr abzugeben, da dies Einfluss auf die Vergabewahrscheinlichkeit hat.
Wenn sich ein Mandant per App Rechtsberatungsbedarf in einem Rechtsgebiet meldet, erhalten die angeschlossenen Rechtsanwälte mit entsprechender Rechtskenntnis die Meldung. Sie können sich innerhalb von 5 Sekunden melden: wer am schnellsten ist, erhält den Zuschlag. Sonst geht es zum nächsten Anwalt, der weniger Prozente bietet.
Der MyRA hat nur eine Registrierung vorzunehmen, wo Fortbildung und Fachanwaltschaftszeugnisse vorzulegen sind. Die Mandanten nutzen die Dienstleistung gerne, einige Anwälte machen 30% Umsatz damit.
So läuft es heute schon bei einem Taxiunternehmen; warum nicht für Anwälte?

PS: Kammern haben diesen Trend natürlich wieder verschlafen, und nach mehreren verlorenen Prozessen bis zum BVerfG schließlich einsehen müssen, dass das Geschäftsmodell im Wettbewerb zulässig ist.
PPS: Vielleicht hat ja jemand im Anwaltsverein dies gelesen, und hat schnell eine App entwickelt, die nach diesen Prozessen funktioniert. Sonst macht es ein Privatunternehmer.

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