Partnerschaften sind in der Krise erfolgreicher
Nun ist es in der FAZ angekommen: Partnerschaften sind in der Krise erfolgreicher.
Auch die Publizistik nimmt es wahr: Partnerschaften zeigen sich nicht etwa unterlegen, sondern haben spezifische Vorteile.
In den deutschen Medien wird die Überlebensfähigkeit der partnerschaftlichen Anwaltskanzlei mehr und mehr wahrgenommen. So schreibt Corinna Budras in der FAZ vom 09.10.09 über „Deutsche Traditionskanzleien: Viel Feind viel Ehr“, dass sich die deutschen Kanzleien entgegen dem Trend nicht nur gut behaupten, sondern sogar Zuwächse haben. Dies hat mehr mit dem Organisationsdesign zu tun als man meint: denn partnerschaftlich organisierte Kanzleien sind krisenfester.
Folgender Vergleich ist möglich: Partnerschaften sind das Modell nachhaltig ökologischen Landbaus, in dem die Mandantschaft gepflegt wird und Beratung sich an den langfristigen Interessen der Zusammenarbeit orientiert. Dagegen scheinen die großen „Law Firms“, so sie als „Corporate Firms“ organisiert sind, eher vergleichbar mit der industrialisierten, extensiven Landwirtschaft , bei der Werte wie Ethik, Ansehen und Work-Life-Balance nicht im Mittelpunkt stehen. Beide Modelle haben den Anschein einen Platz im Markt zu haben, aber beide haben unterschiedliche Konsequenzen. Ob die Profession beide Modelle unter einem einheitlichen Berufsbild halten kann, wird sich noch erweisen müssen.
(Siehe auch Artikel: Lehren aus der Krise I und II ).

