geschrieben am 17.03 2013

In einem Artikel des Handelsblattes (siehe unter Aktuell auf unserer Homepage) fragte der Journalist Herr Holst, woran es liegt, dass es nach wie vor weniger Frauen in die Partnerschaft schaffen, wurde Christoph H. Vaagt befragt. Seine Antwort, es sei eine "kulturelle Systemeigenschaft" von Partnerschaften, bei der Frauen die Konkurrenz um die Partnerschaft nicht im gleichen Masse mitspielen bereit sind. Warum das so ist, zeigt zum Beispiel ein Vortrag von Prof. Dr. Heidi Möller.   

geschrieben am 07.03 2013

Die unter „ESUG“ bekannt gewordene Gesetzgebung bedeutet erhebliche Veränderungen für die Insolvenzverwalter. Die neue Regelung sieht vor, dass eine Regelinsolvenz zu vermeiden und die Unternehmen frühzeitig durch verschiedene Verfahren vor dem Zusammenbruch zu bewahren sind. Das bedeutet, diese neuen Herausforderungen in das Geschäftsmodell des Insolvenzverwalters zu integrieren.

geschrieben am 06.12 2012

Wer in Russland heute als Rechtsanwalt tätig ist, erlebt Dinge, die überhaupt nicht mit unseren westeuropäischen Maßstäben messbar sind. Die Intsitutionen sind nicht gewöhnt, einen unabhängigen, vom Mandanten bezahlten Ansprechpartner zu haben, der nicht mit der Pistole oder Geld, sondern mit Argumenten kommt.

Die Beispiele, die die Kanzleien auf der IBA Law Firm Management Conference in Moskau in dem von mir geleiteten Workshop über Nischenkanzleien aus Ihrer Tätigkeit berichteten, waren traurige Beispiele dafür, wie weit Russland noch als Land von der Rule of Law entfernt ist.

 

geschrieben am 28.09 2012

Juve hat erstmals auch für Österreich Umsatzzahlen recherchiert und in einer Beilage des Heft 10 herausgegeben.

Wie auch in Deutschland, leiden einige Wiener Kanzleivertreter an Höhenrausch, was in einer Alpenrepublik nicht so verwunderlich ist wie in Deutschland.

Hilfreich ist es aber auch dort nicht: ein potentieller lateral anzuwerbender Partner geht von einer gewissen Profitabilität aufgrund der Kennzahlen aus, die dann aber nicht da ist, nachdem er erst einmal angeworben wurde, dann wird die innere Kündigung recht schnell wieder eingereicht. Das ist zumindest für die Personalberater gut.

Auf der anderen Seite: ein bißchen Realitätsbezug ist auch in Wien nicht so schlecht.

Wer die Zahlen kennt, weiss, dass diese viel enger beieinander liegen als ausgewiesen. Ist auch nicht so schwer vorauszusagen, wenn man in einen so homogenen Markt geht, in dem die Wirtschaftskanzleien alle das gleiche Geschäftsmodell haben, die Anwälte meist in allen Kanzleien tätig waren, und auch die Mandanten sehr genau wissen, was sie wo bekommen.

geschrieben am 28.09 2012

Die Juve-Zahlen sind da!

Die neuesten Juve-Zahlen sind erschienen, in der Regel auf das Jahr 2011 bezogen. Die Auswertungsmöglichkeiten auf der Homepage wurden verbessert. Die Clusterung wurde nunmehr an meine Benchmark-Studie angeglichen, auch wenn die Bezeichnungen nicht übernommen wurden, mit zwei Ausnahmen: Hengeler und Gleiss werden sog. Deutsche  „Premium“-Kanzleien zugeordnet, das klingt nach Sekt. Und dass Kanzleien wie Redeker als Regionalkanzleien zugeordnet werden, das klingt nach Selters.

 

geschrieben am 28.08 2012

Gerade ist mit Dewey & LeBoeuf eine große, renommierte Kanzlei mit 1700 Anwälten
zusammengebrochen. Auch der deutsche Standort ist davon betroffen. Viele Beobachter inner- und außerhalb der Branche fragen sich, wie es zur Insolvenz einer solchen Sozietät kommen konnte.

geschrieben am 12.07 2012

Chinese Walls ist eine Erfindung von Kanzleien, die aus Gründen des Umsatzes auch widerstreitende Interessen vertreten möchten.  Aber funktioniert das eigentlich?

geschrieben am 12.07 2012
Nun ist wieder die Zeit gekommen, in der Juve die Umsatzzahlen von Kanzleien für das Jahr 2011 bekannt gibt. Aber was sagen sie eigentlich aus?
 
geschrieben am 09.07 2012

Kanzleien sind als Organisationen von hoher „Resilienz“, also recht krisenresistent, nicht zuletzt
dank der Tatsache, dass sie viele unternehmerische Partner haben, die sich wechselnden
Umständen anpassen können. Sind sie aber auch veränderungsbereit?
Hört man denjenigen zu, die sich mit Kanzleimanagement befassen, so wird deutlich, dass
diese daran manchmal zweifeln. Oder anders: Sie erwarten, dass sich die Partner ihren
Einsichten für das richtige Management anschließen. Sie versuchen Veränderungen über
strukturelle, organisatorische oder administrative Prozesse, etwa regelmäßiges Reporting oder
Feedbackgespräche, herzustellen…nur um festzustellen, wie schnell sich diese Instrumente
abnutzen. So kommt es schnell zu Frust…

geschrieben am 23.03 2012

Das Verhältnis zwischen Kanzlei und Rechtsabteilung ist in Bewegung geraten. Aufgrund stark veränderter Rahmenbedingungen für Unternehmensjuristen (insb. Kosten- und Effizienzdruck) steigen ihre Ansprüche an die Zusammenarbeit mit Kanzleien. Schnell wird diese Diskussion, wie auf der Bucerius Tagung zum Kanzleimanagement am 18.11.2011 in Hamburg, zu einer über Kosten externer Anwälte reduziert. Dahinter stehen aber Erwartungen, die wesentlich darüber hinaus gehen und beide Seiten auffordern, etwas dafür zu tun, dass die Symbiose nicht durch einen Antagonismus ersetzt wird.